Miniatur Wunderland zum dritten Mal in Folge zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands gewählt

„Für mich fühlt sich dieser Titel ein bisschen

unwirklich an. Uns gibt es noch keine 20 Jahre und dass wir jetzt schon im

Ausland ähnlich bekannt und beliebt sind wie Schloss Neuschwanstein, der Kölner

Dom oder der Europapark, macht mich unglaublich stolz und dankbar. Das hätte

ich heute vor fast genau 20 Jahren, als wir den Mietvertrag unterschrieben haben,

für schier unmöglich gehalten,“ erklärt Wunderland-Gründer Frederik Braun.


Modelleisenbahnen galten gerade in den Anfangsjahren als ein deutsches Hobby

und in den ersten Jahren kamen die Gäste dementsprechend auch zu über 90%

aus Deutschland. Gerade in den letzten 10 Jahren hat sich das aber fundamental

geändert. Videos und Reportagen wurden rund um den Globus hundertmillionenfach

verbreitet und mehrere hunderttausend Menschen kommen extra wegen des

Wunderlandes Jahr für Jahr nach Hamburg. „Wir hatten das große Glück, in den

letzten Jahren einige Preise und Ehrungen gewinnen zu dürfen.


Miniatur Wunderland zum dritten Mal in Folge zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands gewählt Bild: Miniatur Wunderland


Dieser Preis ist für uns aber fraglos der wichtigste, weil er uns zeigt, dass unsere Modellbauer etwas

unmöglich Geglaubtes geschafft haben. Wir hätten es nicht für möglich gehalten,

dass Menschen von Korea bis Australien extra wegen einer Modelleisenbahnanlage

nach Hamburg kommen. Ich glaube wir haben das Glück, noch überraschen

zu können, in einer Welt, in der fast alles digital perfekt inszeniert erlebbar ist und

die Realität kaum noch Erwartungen übertreffen kann.


Was unsere Modellbauer in fast 1.000.000 Arbeitsstunden erschaffen haben, grenzt hin und wieder an Wahnsinn,

ist rational nicht immer zu erklären und schafft es Menschen immer wieder zu

überraschen und zu verzaubern“, versucht Gerrit Braun den Erfolg zu erklären.

Auch in diesem Krisenjahr empfinden rund 98% der Gäste ihren Wunderlandbesuch

als positiv und wollen das Wunderland weiterempfehlen. Vielen Besuchern

aus dem Ausland ist durch Corona derzeit kein Besuch möglich. Das spiegelt

sich beispielsweise auch bei YouTube wieder.


Hier wurden in 2020 schon knapp

1.000.000 Stunden Videos vom Wunderland angeschaut. Im ganzen Jahr 2019

waren es „nur“ 691.000 Stunden. Daher wird auch trotz des massiven Corona-

Einbruchs mit Hochdruck an der Zukunft gearbeitet. 2021 wird der Monaco/

Provence Abschnitt eröffnet und ab 2022 kommen 3.000 Quadratmeter auf der

anderen Seite des Fleets hinzu. „Der Preis der Deutschen Zentrale für Tourismus

ist psychologisch für uns extrem wichtig. Wir haben uns dafür entschieden, trotz

Corona-Verlusten und unklarer Zukunft den Ausbau zu riskieren. Das hat uns in

den letzten Wochen manch schlaflose Nacht bereitet. Dieser Preis gibt mir aber

die Hoffnung und den Optimismus, dass das Interesse ungebrochen ist und dass

die Menschen auch nach Corona zu uns und nach Hamburg kommen werden“,

schließt Frederik Braun optimistisch.

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